potempkin

Das visuelle Konzept des neuen Sektors soll sich von der bisherigen Situation, die vorwiegend Weiss in Weiss ausgebildet war, deutlich absetzen, ohne jedoch nicht einen Bruch darzustellen. Die Kontinuität besteht darin, dass an schlichten  Boxen festgehalten wird. 

Grundsätzlich wird “Anti-Design“ angestrebt und der Inhalt über die Form gestellt. Trotzdem oder gerade deshalb entsteht ein ästhetischer  Mehrwert, der der heutigen, krisengeschüttelten Zeit angemessen scheint. Das begrenzte Budget generiert letztlich eine “low budget”-Ästhetik, die wir zum Programm machen.

4 Gestaltungselemente Die Reduktion auf vier Gestaltungselemente - Sperrholzplatten, weisse Platten, Alu-Metall- konstruktion, rote Schrift - überfrachtet die Einbauten nicht mit unnötigem Design. Die Kunst rückt ins Zentrum.

Grafik und Orientierung

Die Orientierung der Besucher geschieht über grosse Schrifzüge. Sämtliche Boxen, Möbel und Orientierungselemente werden grosszügig beschriftet.

 

Nutzungschemas

Die Anordnung der verschiedenen Funktionsboxen ist als kleine Stadt mit verschieden hohen Gebäuden gedacht, durch deren Gassen und über deren Plätze man flanieren kann. Dabei sind verschiedene “städtebauliche“ Muster möglich, welche von Jahr zu Jahr wechseln und den jeweiligen Charakter bestimmen.

Dies erlaubt eine grosse Variabilität der Kompositionen und Vermeidung von Monotonie bei Beibehaltung von Wiedererkennungsmerkmalen.

 

Materialisierung und Konstruktion

Bei den  Boxen der Art Statements wird dreiseitig die Aussenverkleidung weggelassen, sodass die Unterkonstruktion in Aluminium,  allfällige Elektroinstallationen der Künstler und die dahinterliegenden Holzplatten sichtbar sind. Dies verleiht einen provisorischen Ausdruck, entspricht den temporären Bauten und ist insofern ehrlich und unprätentiös. Das Innere der Boxen wird weiss gestrichen werden, was den ‘white cube’ - Charakter überhöht. Städtebaulich entspricht die vorgeblendete weisse Fassade der Schaufassade in Anlehnung an das potemkinsche Dorf. Dazu nimmt die sichtbare Konstruktion den Charakter der Deckenkonstruktion der Messehallen auf und bildet ein attraktives, strukturelles Element.

Neu ist der Holzanteil bei den Oberflächen für die Artists Lounge und Art Lobby, bestehend aus Sperrholzplatten, die einen hohen ästhetischen Wert aufweisen und Behaglichkeit erzeugen.

 

Flexibilität

Das Projekt ermöglicht vielzählige Grundrissvarianten. Durch die modulare Konzeption kann einfach auf jährlich ändernde Grössen und Grundrisse der Bereiche reagiert werden. Die Möblierung wird aus modularen Elementen gebildet. Die Elemente werden gestapelt und zu den gewünschten Einheiten gefügt. Ein Griffschlitz erleichtert die Handhabung der Elemente. Je nach Nutzung können verschiedene Möbelhöhen  gewählt und von Jahr zu Jahr an die Bedürfnisse angepasst werden.

 

codepotempkin
projektart statements, art basel
typgeladener wettbewerb
size5’000 m2
budget300’000 CHF
bauherrart basel  
zusammenarbeitandreas fuhrimann, gabrielle hächler architekten
ortbasel, ch
jahr2008

 

 

möbel modul
möbel modul 2